CD REZENSIONEN  

SCHUBERT WINTERREISE FOR STRING QUARTET       SOLO-MUSICA  SM 335  

MERKER Online (Wien)
Dank der expressiven, überwältigend intensiven Steuerung der Voyager-Besatzung (Nico Christians Violine, Maria Krebs Violine, Andreas Höricht Viola, Klaus Kämper Cello) schenkt das Album nichts weniger als eine Liebeserklärung an die Musik und ihrer möglichen Projektionen.

PIZZICATO (Luxembourg)
Er (A.Höricht) greift die trüb-traurige Stimmung in all ihren Nuancen auf, und seine Kollegen im Quartett interpretieren die Winterreise im Grunde so, dass man die gesamte Atmosphäre in Worten nicht hätte besser zum Klingen bringen können. Als Zuhörer erlebt, durchlebt man die gesamte Palette an Seelenszuständen zwischen Hoffnung, Lebensmut, Resignation, Angst und Todesahnung. Es ist alles gesagt – ohne Worte.

 

GRAMOPHONE (London)

The world´s leading classical music magazine:

Finely played, closely miked, and intriguing. (Schön gespielt, fein abgestimmt und faszinierend.)

 

THE STRAD (London)

A brave wordless experiment to capture the soul of the music.

 

CONCERTI (Hamburg) 2/2020 - Album des Monats -

Das Voyager Quartet erweitert Schuberts „Winterreise“, die in dieser instrumentalen Fassung an Gewicht und Ausdruck gewinnt.

 

LE FIGARO (Paris)

Andreas Höricht hat 12 der 24 Lieder des Zyklus für Streichquartett transkribiert. Aber er komponierte auch zeitgenössische Intermezzi, die mit einer aufregenden Modernität eine Verbindung zwischen den einzelnen Liedern schaffen.

 

RADIO BREMEN: Klassikwelt

Höricht hat zwischen den Stücken eigene Intermezzi platziert. Diese modernen Interludien spiegeln Schuberts Originale, schlagen Brücken zwischen den Liedern und distanzieren sich gleichzeitig von ihnen. Das Ergebnis ist verblüffend und garantiert Gänsehaut. Schuberts Winterreise als Streichquartett berührt genauso stark wie das Original, und die psychologische Sogwirkung dieser Version ist enorm. Diese wirklich großartige Version stammt vom Bratscher des Ensembles, Andreas Höricht.. Auch ohne Text verliert Schuberts Musik in dieser Fassung nichts von ihrer magischen Wirkung.

KULTURTIPP 03/2020 (Zürich)
Liebeswahn und Lebensqual des einsam durch den Winter Wandernden werden hör- und spürbar in einer Eindringlichkeit, wie sie Tenöre nur selten erreichen.

RONDO Ausgabe 6 / 2019
Knackpunkt der „Voyager- Winterreise“ sind aber die neu hinzukomponierten Intermezzi. Keine Pause, kein Atemholen. Die Musik bleibt stets im Fluss. Und gerade bei den hoch emotionalen Liedern Schuberts helfen die Intermezzi durchaus, um sich selbst kurz wieder zu erden, ohne dabei an Spannung zu verlieren.

THE NEW LISTENER
Andreas Höricht schuf ein kompositionstechnisch hochwertiges Arrangement, das nicht nur die erste Violine mit dem Gesang betraut, sondern die Stimme zwischen den vier Instrumenten aufteilt. Die stärksten Stellen sind gerade die, wo die tiefen Instrumente die Gesangslinie erhalten, worüber dann die hohen Streicher fragmentarische Motive anklingen lassen. Folglich handelt es sich hier nicht um eine bloße Aussetzung der Klavierstimme, sondern um eine eigenständige Fassung, in die teils neue Gegenstimmen hineinspielen.

 

MUSICWEB-INTERNATIONAL (United Kingdom)
"I’m sure many lovers of Schubert’s music can derive a lot of pleasure from this issue. Moreover quartet lovers in general can wallow in the excellent playing of the Voyager Quartet. I’m already looking forward to their next journey – wherever it will be destined."

 

 

KONZERTKRITIKEN

 

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
Fast rauschartige Momente waren zu hören. Wie wunderbar dieses Quartett Pianissimo zu spielen vermag und dabei eine äußerst zarte, warme Klangwelt entwickelt - großartig.                                                   

MÜNCHNER MERKUR
Sternstunde beim Arkadien-Festival: Das Publikum wagte kaum zu atmen, so erregend musizierten die Vier, wahrlich atemberaubend! Die vier Streicher verschmolzen. Am Ende war man gefangen, von Schubert und Beethoven und dem grandiosen Spiel des Quartetts. 

 

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
Wie kann man etwas festhalten, ein Gefühl, einen Augenblick, von dem man genau weiß, dass er sich im nächsten Moment verflüchtigt? Wie gelangt man an den einen Ort, der in Wahrheit nur in der eigenen Fantasie existiert? Ein Verweben von Realität und Imagination, Wunsch und Wirklichkeit das war es, was das Voyager Quartet am Sonntagabend in Ebersberg kreiert hat. Sehnsüchtig und traurig, dissonant und irritierend, dann wieder hoffnungsvoll und kurz darauf verhängnisvoll. Wie passt so viel Emotion in so wenige Minuten Stück? Die vier Streicher boten tiefe Einblicke in die poetische Musik.

                          

MÜNCHNER MERKUR

Den Auftakt bildete ein Teil von Schuberts „Winterreise“ - indes nur für Streicher. Was man sich zunächst kaum vorstellen konnte, entwickelte bald schon Suchtcharakter, denn im schlanken Timbre der „Voyagers“ balancierten sich melancholische Stimmungen mit liedhaften Anklängen zu einem feingeistigen Reigen. Eine Art intellektuelle Trauer durchzog die reich variierte Bearbeitung der „Gefrorenen Tränen“: wie verschlungene Ranken wirkten die Einwürfe der Geigen in Cello und Bratsche fort. Entlang der harmonischen Gesangsmelodie begann der „Frühlingstraum“, bis ein rasches Anreißen des Cellos die Idylle sprengte. In der Motivik verdichtet und doch dem Charakter nach höchst zerbrechlich erschien „Der Wegweiser“. Be- sonders farbig hatte Arrangeur Andreas Höricht den „Leiermann“ bearbeitet: Mit dem Anklang an eine iri- sche Tongestalt, zugleich rhythmisch im Gleichtakt schwankend und langsam lauter werdend, verstand man dieses Hörbild. Die leicht kühl angelegte Präzision verhinderte dabei das Abgleiten ins Folkloristische . ein wahres Kunstwerk einer anspruchsvollen Interpretation.

 

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Wegweiser in die Zukunft:

Beethoven-Streichquartette Nr. 12, in Es-Dur. Fragil kommt es daher, mitunter bruchstückhaft - es ist ein großartiges Werk, das weit in die Zukunft weist, eine Revolution...Eben dieses Zerrissene war im Rathaussaal deutlich herauszuhören. Nicht nur, weil es so in Beethovens Noten steht, sondern dank der großartigen Interpretation des Münchner Quartetts.
Das 2014 gegründete Ensemble spielte unmissverständlich strukturiert, mit feiner, sensibler Tongebung, großem dynamischem Vermögen und intensiver Musikalität.

 

ABENDZEITUNG MÜNCHEN
…der sehr kultivierte Gesamtklang. Beethovens spätes B-Dur Streichquartett entwickelt sich organisch und wohltuend natürlich im Vergleich zu den oftmals überspannten Experimenten jüngerer Gruppierungen…Den Musikern gelingt eindrucksvoll der Kraftakt, einen großen Bogen über das gesamte Ballett (Anmerk. Strawinsky) zu spannen. Die erste Mission des Voyager Quartets ist geglückt.

 

RHEIN-NECKAR ZEITUNG

Was zunächst kurios schien, nahm schnell gefangen. Die vier Streicher und der Perkussionist Markus Steckeler, der den starken rhythmischen Furor des Stücks markant, aber nicht übertrieben lautstark unterstrich, gaben dem Werk ein ganz eigenes, durchaus überzeugendes und fesselndes Profil.....Auch Beethovens "Cavatina" aus dem Streichquartett B-Dur, op.130 ist unterwegs in den Weiten des Weltraums: Hier hörte man das ganze Werk mit dem nachkomponierten Finalsatz. Es zeigte die große Kompetenz der vier erfahrenen und routinierten Musiker, die die Cavatina mit viel Ausdruck interpretierten. Klangliche Ausgeglichenheit bei durchaus farbenreichen Spiel ist für das Ensemble charakteristisch.

 

SCHWÄBISCHE ZEITUNG

Streichquartett und Schlagzeuger meistern Strawinskys Ballettmusik
Aufregender Auftakt der neuen Frühlingsreihe der Langenargener Schlosskonzerte

 

Nico Christians und Maria Krebs (Violinen), Andreas Höricht (Viola) und Klaus Kämper (Violoncello), Mitglieder des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, des „Cherubini Quartetts“ und des „Modern String Quartet“, suchen Herausforderungen abseits der üblichen Literatur. Was mit Bach begonnen hat, einer sehr ungewohnten und doch schlüssigen Hörerfahrung, gipfelte in einer Bearbeitung von Igor Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ für Streichquartett und Schlagzeug.

... Das Ergebnis war überwältigend: aufregend das Werk (Strawinskys „Le Sacre du Printemps“), aufregend die Bearbeitung und aufregend das Spiel. Alles war da von dieser Vision einer großen heidnischen Feier, von diesem fiktiven "Style barbare": die magische Ausstrahlung, die aufgeheizte Atmosphäre, die ungeheu- re Dramatik, schmerzhaft, schrill, verstörend, klagend, erregend in Momenten, in denen die Zeit stehen zu bleiben scheint - und noch immer sind die „Bilder aus dem heidnischen Russland“ monumental, poetisch und wild und zugleich ungewöhnlich transparent – ein Ereignis.
... Kongenial interpretiert das Quartett die stürmische Dynamik und die wunderbar lyrischen Momente von Beethovens letztem Streichquartett B-Dur op. 130.